05.09.2013 - 05.09.2013, 08:30 - 17:45 Uhr
Symposium der Privatklinik Hohenegg im «Löwen», Meilen Das Leben ist voller Grenzsituationen, in denen der Abbruch innerer und äusserer Entwicklungen erfahren wird. Mitten im Lebensstrom können wir dann dem Scheitern des Lebensentwurfes nicht mehr ausweichen. Und doch: Die Grenzen zwischen unvermeidbaren und vermeidbaren Situationen sind in der heutigen flexiblen und hochtechnisierten Lebenswelt fliessend geworden. Vielleicht gerade deswegen finden wir in der psychiatrischen Klinik zunehmend den überfordert resignierenden Menschen als Patient. Auch die Tätigkeit des Psychotherapeuten ist vom Machbarkeitsdruck in der heutigen Erfolgsgesellschaft nicht verschont und soll kritisch reflektiert werden. Burnout als Sinnkrise war bereits mehrfach Thema im Rahmen unserer Symposien und Vorträge. In diesem Jahr wollen wir dieses zentrale Phänomen einerseits vertiefen, andererseits den thematischen Bogen noch weiter spannen. Die Unterscheidung von passiver und aktiver Resignation, wie sie beispielhaft Karl Jaspers durchführte, soll dabei den Anstoss geben, um uns mit der Bedeutung der Akzeptanz des Unveränderlichen in der psychotherapeutischen Behandlung zu beschäftigen. Neben einer grundlegenden philosophisch-anthropologischen Orientierung wird die therapeutische Alltagspraxis im Mittelpunkt stehen. Den Schluss- und Kontrapunkt der Veranstaltung wird eine kritische Auseinandersetzung mit den Grenzen der Psychiatrie als Naturwissenschaft setzen.
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